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Verwaltungsrat der BVK Zusatzversorgung traf wichtige Entscheidungen

In den kommenden fünf Jahren wird sich die finanzielle Gesamtbelastung der Mitglieder der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden – BVK Zusatzversorgung – nicht verändern. Die diesbezüglichen Beschlüsse hat der Verwaltungsrat der BVK Zusatzversorgung in seiner Sitzung am 20. Oktober 2022 in Neustadt an der Weinstraße gefasst. Zuvor hatte das Gremium den Jahresabschluss 2021, den vorläufigen Bericht über das Geschäftsjahr 2022 sowie den Wirtschaftsplan 2023 zustimmend zur Kenntnis genommen und der Geschäftsführung für 2021 die Entlastung erteilt.

Finanzierung in den nächsten fünf Jahren 
In den kommenden Jahren 2023 bis 2027 wird gemäß den Beschlüssen des Verwaltungsrats der gesamte Finanzierungsaufwand, den die Mitglieder der BVK Zusatzversorgung erbringen, gleichbleiben. Er wird im Abrechnungsverband I weiterhin insgesamt 7,75 % der zusatzversorgungpflichtigen Entgelte der Versicherten betragen und im Abrechnungsverband II 4,8 %. Die Finanzierung der BVK Zusatzversorgung fußt damit in den nächsten fünf Jahren weiterhin auf einer soliden Basis.

Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2021
Im letzten Jahr erhöhte sich im Abrechnungsverband I der Kapitaldeckungsgrad (bei einem Rechnungszins von 3,25 %) von 58,0 % auf 59,1 %. Im Abrechnungsverband II blieb der Kapitaldeckungsgrad konstant bei 94,1 %. Der Bestand an Kapitalanlagen der BVK Zusatzversorgung wuchs im Geschäftsjahr um knapp 1,8 Mrd. € auf insgesamt 27,3 Mrd. € an. Dieses überzeugende Ergebnis wurde erzielt, obwohl die Finanzmärkte in 2021 – noch vor dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs – zum Teil extreme Volatilitäten aufwiesen. Die schon ab Mitte des Jahres 2021 stark ansteigende Inflationsrate erwies sich dabei als gravierendste Belastung für das Investitionsklima. Für den Gesamtbestand der Kapitalanlagen der BVK Zusatzversorgung konnte mit 3,3 % Nettoverzinsung ein nahezu gleich gutes Ergebnis wie im Jahr 2020 (3,4 %) erzielt werden.

Bestandsentwicklung 
Die Bestandsentwicklung bei der Pflichtversicherung der BVK Zusatzversorgung verlief im letzten Jahr insgesamt positiv. Die Zahl der Mitglieder wuchs um 37 auf 5.944. Die Einnahmen aus Umlagen und Beiträgen blieben in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs und betrugen rund 1,9 Mrd. €. Die Zahl der Rentenbezieher stieg um 4,1 % von 315.594 auf 328.499. Dieser demographisch bedingte Anstieg der Rentnerzahlen wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen und ist in der Ausgabenplanung berücksichtigt. Der leichte Einnahmenzuwachs von rund 55 Mio. € resultierte vor allem aus dem Anstieg der Versicherungsverhältnisse in der Pflichtversicherung um rund 41.500 oder 2,7 % auf nun 1.585.678. In der freiwilligen Versicherung (PlusPunktRente) wurden insgesamt 890 Vertragsneuabschlüsse erzielt. Dem stand jedoch eine deutlich höhere Zahl von Renteneintritten gegenüber, so dass der Bestand an Verträgen in der freiwilligen Versicherung (PlusPunktRente) um 1,2 % von 44.560 auf 44.047 sank. 

Personalentscheidungen 
Zudem hat der Verwaltungsrat am 20. Oktober 2022 mehrere Personalentscheidungen getroffen: Mit Herrn Dr. Alexander Dietrich war einer der beiden bisherigen alternierenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats zum 30. Juni 2022 ausgeschieden. In der Sitzung konnten die Verwaltungsratsmitglieder Herrn Andreas Mickisch, Personalreferent der Landeshauptstadt München, willkommen heißen, der vom Bayerischen Innenministerium in den Verwaltungsrat berufen worden ist. Herr Mickisch wurde in der Sitzung zudem zum neuen alternierenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt. Er wird sich mit Herrn Norbert Flach, der sein Amt weiterführt, zukünftig jährlich in der Leitung des Gremiums abwechseln.

Im Arbeitsausschuss des Verwaltungsrats stand ebenso die Aufnahme eines neuen Mitglieds und die Neuwahl eines der beiden alternierenden Vorsitzenden an. Auch hier folgt Herr Mickisch auf Herrn Dr. Dietrich. Der zweite alternierende Vorsitzende bleibt weiterhin Herr Erich Sczepanski.

Darüber hinaus wurden drei neue ständige Gäste, die an den Sitzungen des Verwaltungsrats teilnehmen können, bestimmt: Herr Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München und Vorsitzender des Kommunalen Arbeitgeberverbands Bayern, Frau Manuela Dietz, Leiterin des Fachbereichs Sozialversicherung beim ver.di Landesbezirk Bayern und Herr Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft.

 

Der Verwaltungsrat der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden ist am 29. Oktober 2020 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten, nachdem die vorhergehende Amtsperiode am 31. Dezember 2019 zu Ende gegangen war.

Aufgrund der angespannten Corona-Lage fand die Sitzung als Online-Konferenz statt. Zum Turnuswechsel gab es im Gremium zahlreiche personelle Veränderungen: Insgesamt schieden acht ordentliche Mitglieder und sieben stellvertretende Mitglieder aus, darunter auch die beiden bisherigen Vorsitzenden: Dr. Thomas Böhle, Kreisverwaltungsreferent der Landeshauptstadt München, und Rudolf Winter von ver.di Bayern.

Zu den beiden neuen im jährlichen Wechsel amtierenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats wurden gewählt: Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, der bereits seit 2008 ordentliches Verwaltungsratsmitglied ist, und Dr. Alexander Dietrich, Personalreferent der Landeshauptstadt München, der neu in das Gremium berufen wurde.

Die 32 Mitglieder des Verwaltungsrats, der paritätisch aus je 16 Vertretern der Arbeitgeber- und Versichertenseite besetzt ist, haben unter Leitung des neuen Vorsitzenden Norbert Flach den Jahresabschluss der BVK Zusatzversorgung zur Kenntnis genommen und stimmten dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 zu. Der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt.

Geschäftsentwicklung 2019

Das Geschäftsjahr 2019 ist für die BVK Zusatzversorgung erfolgreich verlaufen. In nahezu allen Feldern der Geschäftstätigkeit gab es positive Ergebnisse. Zum Jahresende 2019 waren 5.880 kommunale oder kirchlich-caritative Arbeitgeber Mitglied der BVK Zusatzversorgung. Damit ist die Mitgliederzahl im Jahresverlauf um 30 gestiegen, was sich wiederum auf die Versichertenzahl auswirkte. Sie erhöhte sich im letzten Jahr um 2,92 % auf insgesamt 1.504.531 Versicherte.

Die Zahl der Renten aus der Zusatzversorgung lag bei 303.998. Im Vergleich zum Jahresende 2018 waren das 10.334 Leistungsbezieher mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg betrug 3,52 %. Insgesamt wurden im Jahr 2019 Versicherungsleistungen in Höhe von über 1,23 Mrd. € ausbezahlt. Dem standen Umlage- und Beitragseinnahmen von rund 1,81 Mrd. € gegenüber.

Mit Beginn des Geschäftsjahres startete bei der freiwilligen Versicherung, der PlusPunktRente, der neue Tarif 2019 mit einem garantierten Rechnungszins von 0,9 %. Über alle Tarife hinweg betrachtet, lagen die Vertragszahlen der PlusPunktRente am 31. Dezember 2019 bei 44.524 aktiven Verträgen.

Kapitalanlagen und Finanzierung

Die Einnahmen übertrafen die Ausgaben demnach bei weitem. Die Finanzlage der BVK Zusatzversorgung ist somit grundsolide. Einen wichtigen Beitrag dafür leisteten auch die Erträge aus den Kapitalanlagen. Diese summierten sich im Jahr 2019 auf 829 Mio. €. Am 31. Dezember 2019 umfassten die Kapitalanlagen der BVK Zusatzversorgung insgesamt 24,16 Mrd. € (Ende 2018: 22,69 Mrd. €). Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen für das Jahr 2019, d. h. die Verzinsung unter Berücksichtigung sämtlicher Erträge und Aufwendungen, betrug 3,29 %.

Perspektive für die nähere Zukunft

Der vorliegende Geschäftsbericht für das Jahr 2019, den der Verwaltungsrat billigte, enthält wegen der Corona-Pandemie auch einen Nachtragsbericht (Stand Juli 2020) zur Entwicklung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2019. Darin wird darauf hingewiesen, dass aufgrund des durch die Corona-Pandemie verursachten Markteinbruchs im ersten Halbjahr 2020 das Risiko besteht, dass im Geschäftsjahr 2020 die kalkulierte Verzinsung aus den Kapitalerträgen nicht erreicht werden könnte.

Die Entwicklung seit der Jahresmitte 2020 lässt zwar eine spürbare Entspannung erkennen, dennoch startet die neue Amtszeit des Verwaltungsrats der BVK Zusatzversorgung in einer wirtschaftlich schwierigen Periode. Die Geschäftsführung und die Verantwortliche Aktuarin beobachten die Situation an den Kapitalmärkten weiterhin genau und werden vor allem den aus der Mitte des Verwaltungsrats neu gewählten Arbeitsausschuss fortlaufend einbinden.

Insbesondere die in der Pflichtversicherung gewählte Hybridfinanzierung aus Umlage- und Kapitaldeckungselementen schafft hier enorme Sicherheitsreserven auch in schwierigen Zeit und gewährleistet auch weiterhin Stabilität und Krisenfestigkeit des Gesamtsystems.

Wahlen für Arbeitsausschuss

Im Anschluss an die Sitzung des Verwaltungsrats konstituierte sich umgehend auch der Arbeitsausschuss für die neue Amtsperiode. Die acht Mitglieder des Arbeitsausschusses, dessen Aufgabe insbesondere die Entscheidung über Immobilienangelegenheiten ist, haben den vorläufigen Bericht über das Wirtschaftsjahr 2020 zur Kenntnis genommen und stimmten der Wirtschaftsplanung für das Geschäftsjahr 2021 zu.

Am 28. November 2019 kamen im Festsaal des Künstlerhauses am Lenbachplatz in München rund 200 geladene Gäste zusammen, um Reinhard Graf, dem langjährigen Leiter des Bereichs Kommunales Versorgungswesen und Mitglied des Vorstands der Bayerischen Versorgungskammer zum Ende seiner Dienstzeit Dank, Respekt und Anerkennung zu zollen und Stefan Müller als Nachfolger von Reinhard Graf in sein Amt einzuführen.

Eröffnet wurde der Festakt von Daniel Just, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Versorgungskammer: „Im Namen der Vorstände der Bayerischen Versorgungskammer danke ich Ihnen ganz herzlich für die 37 erfolgreichen Berufsjahre bei der BVK und Ihre hervorragenden beruflichen Leistungen“. Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann verabschiedete Reinhard Graf in den Ruhestand und führte Stefan Müller als Nachfolger in das Amt ein. „Reinhard Graf hat mehr als 37 Jahre mit großartigem Einsatz für die Bayerische Versorgungskammer gearbeitet“, betonte er. Der Innenminister dankte Graf für die langjährige Loyalität und Treue gegenüber der BVK: „Sie waren stets ein kompetenter Ansprechpartner für die kommunale Familie.“ Den neuen Vorstand Stefan Müller, der 2014 für rund zwei Jahre sein persönlicher Referent im Ministerbüro und stellvertretender Büroleiter war, bezeichnete Joachim Hermann als „echtes Kammergewächs“. Müller startete 1997 seine Karriere bei der BVK zunächst als Referent in der Apotheker-, Architekten-, Ingenieur- und Rechtsanwaltsversorgung, später war er unter anderem Leiter des Vorstandsreferats.

Die Grußworte für die Selbstverwaltungsgremien hielten Dr. Armin Augat, stv. Vorsitzender des Kammerrats bei der Bayerischen Versorgungskammer, Bernd Buckenhofer, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Bayerischen Versorgungsverbands und Norbert Flach, Mitglied des Verwaltungsrats der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden. Im Namen ihrer Gremien dankten alle Redner dem scheidenden Vorstandsmitglied für alles, was er in dieser Position geleistet hat. 

Diesen Dank gab Reinhard Graf in seiner Abschiedsrede in gleicher Weise zurück und nutzte seine Rede, um noch einmal auf die Vorteile des Verbunds der Bayerischen Versorgungskammer hinzuweisen: „Im Hause BVK fließen verschiedenste Kenntnisse zusammen. Das ergibt einen einzigartigen Erfahrungsschatz, mit dem man Versorgungssysteme steuern kann, die auch vor schweren Krisen gefeit sind, wie unsere Geschichte zeigt.“

Stefan Müller ließ es sich in seiner Rede nicht nehmen, seinem Amtsvorgänger herzlich zu danken und lenkte den Blick in die Zukunft: „Wichtig ist, dass wir das Ziel klar vor Augen haben. Ich werde an Deck sein und freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Wirksam zum 1. Januar 2020 als Nachfolger von Reinhard Graf und Vorstandsmitglied ist er künftig zuständig für die zwei kommunalen Altersversorgungseinrichtungen, den Bayerischen Versorgungsverband (BVK Beamtenversorgung) und die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (BVK Zusatzversorgung), sowie das Versorgungswerk des Bayerischen Landtags. 

Im Vorstand der Bayerischen Versorgungskammer verantwortet er gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Daniel Just und den Vorstandsmitgliedern Ulrich Böger, André Heimrich und Axel Uttenreuther den Geschäftserfolg für alle zwölf Versorgungseinrichtungen.

Den musikalischen Rahmen gab das Eddy Miller Quintett; unter den Gästen befanden sich u. a. Stephan Kersten, Präsident des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, Klaus Peter Franzl, Ordinariatsdirektor des Erzbischöflichen Ordinariats München, Michael Scheufele, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration sowie zahlreiche weitere Vertreter aus den Selbstverwaltungsgremien der Bayerischen Versorgungskammer, von den kommunalen Verbänden, den Tarifparteien auf Bundes- und Landesebene und den Verbänden der kommunalen sowie berufsständischen Versorgungseinrichtungen.