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Pressemitteilungen-Archiv

Archiv der Pressemitteilungen der BVK Zusatzversorgung

Die KOMMUNALE 2021 war für die BVK Beamtenversorgung und BVK Zusatzversorgung am 20. und 21. Oktober ein guter Wiedereinstieg ins Messegeschäft. Nach rund anderthalb Jahren mit sehr spärlichem direktem Kundenkontakt bot der Auftritt auf der Fachmesse KOMMUNALE in Nürnberg dem Team der BVK Beamtenversorgung und BVK Zusatzversorgung wieder die Möglichkeit, persönliche Gespräche zu führen.

Insgesamt wurden über 100 Beratungen am Stand durchgeführt. Der Messestand des Bereichs Kommunalen Versorgungswesens der BVK war aufgrund der Corona-Auflagen diesmal etwas größer und präsentierte sich in neuer Gestaltung, die auf durchweg positive Resonanz traf. Stefan Müller, Bereichsleiter und Mitglied des Vorstands freute sich, dass „die Kommunale Familie, zu der wir gehören, nach so langer Zeit wieder in Präsenz zusammenkommen kann“.

Auch Bernd Buckenhofer, Verwaltungsratsvorsitzender der BVK Beamtenversorgung, kam am Stand vorbei und zeigte sich angetan von der geräumigen Standplanung, die den Beratern der Beamtenversorgung genügend Platz bot, um auch unter Beachtung der Corona-Auflagen zahlreiche Beratungsgespräche zu führen. Der Service der BVK Beamtenversorgung mit der Möglichkeit, die zukünftigen Versorgungsbezüge berechnen zu lassen, wurde besonders von den anwesenden Bürgermeistern und Landräten gerne angenommen.

Der nächste Messeauftritt der BVK Kommunales Versorgungswesen ist auf der Fachmesse ConSozial am 10. und 11. November ebenfalls in Nürnberg.

Am 7. Oktober 2021 ist der Verwaltungsrat der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden – BVK Zusatzversorgung – nach einer knapp 24monatigen „Präsenzpause“ erstmals wieder zu einer Präsenzsitzung im H4 Messehotel in München-Riem zusammengetreten. Der Jahresabschluss für das Jahr 2020 wurde vom Verwaltungsrat zustimmend zur Kenntnis genommen, ebenso wie der dazugehörige Lagebericht und die Wirtschaftsplanung für das Jahr 2022. Der Verwaltungsrat erteilte der Geschäftsführung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020.

Dieses war auch bei der BVK Zusatzversorgung stark durch die Corona-Pandemie geprägt. Nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechselten Mitte März 2020 – zu Beginn des bundesweiten Lockdowns – ins Homeoffice. Dass der Geschäftsbetrieb erfolgreich aufrechterhalten werde konnte, ist in erster Linie der Verdienst der Beschäftigten der BVK Zusatzversorgung. Zwar kam es durch den Lockdown zu Einschränkungen beim Außendienst und im Kundencenter, jedoch konnten weggefallene Präsenzkontakte durch die Nutzung neuer digitaler Kanäle und Online-Angebote sowie durch verstärkten Telefonservice gut aufgefangen werden. Die von den Tarifvertragsparteien ermöglichte Kurzarbeit im öffentlichen Dienst zeigte so gut wie keine Auswirkungen auf die Umlage- und Beitragseinnahmen der Kasse - sie stiegen um 62 Mio. € auf knapp 1,9 Mrd. €. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen, d. h. die Verzinsung unter Berücksichtigung sämtlicher ordentlicher und außerordentlicher Erträge und Aufwendungen, betrug 3,4 %, im Vorjahr waren dies 3,3 %.

Kapitalanlagen und Investitionen

Vor allem im ersten Halbjahr 2020 verursachte die Corona-Pandemie an den Finanzmärkten unerwartete und oftmals turbulente Entwicklungen. In dieser Situation kam es der BVK Zusatzversorgung zugute, dass ihre Kapitalanlagen unter dem Dach der Bayerischen Versorgungskammer professionell und weitsichtig gemanagt werden. Da zum Beispiel die Immobilienmärkte zeitweise nahezu zum Stillstand kamen, wurden Investitionsschwerpunkte kurzfristig verlagert. Die im Frühjahr stark gefallenen Börsenkurse wurden für Investitionen in Aktien genutzt, die sich als sehr lukrativ herausstellten. Insgesamt konnten Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von über 910 Mio. € erzielt werden. Über das gesamte Jahr wuchs der Bestand an Kapitalanlagen um rund 1,4 Mrd. € von rund 24,2 Mrd. € auf rund 25,5 Mrd. €. Das entspricht einem Anstieg von 5,5 %.

Bestandsentwicklung

Die Zahl der Mitglieder der BVK Zusatzversorgung erhöhte sich im Jahr 2020 um 27 auf 5.907. Die Einnahmen aus Umlagen und Beiträgen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % und betrugen knapp 1,9 Mrd. €. Die Zahl der Rentenbezieher stieg um 3,8 % von 303.998 auf 315.594. Dieser demographisch bedingte Anstieg der Rentnerzahlen wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen und ist in der Ausgabenplanung berücksichtigt. Der leichte Einnahmenzuwachs von rund 62 Mio. € resultierte vor allem aus dem Anstieg der Versicherungsverhältnisse in der Pflichtversicherung um rund 40.000 oder 2,6 % auf nun 1.544.219. In der freiwilligen Versicherung (PlusPunktRente) wurden insgesamt 1.094 Neuabschlüsse erzielt – im Vergleich zu 1.074 Neuabschlüssen im Jahr 2019. Den Neuabschlüssen standen nahezu genauso viele neue Rentenfälle gegenüber. Bei der freiwilligen Versicherung (PlusPunktRente) stieg der Vertragsbestand geringfügig auf insgesamt 44.560 Verträge an.

Mehr Kundenbindung durch das Online-Versicherten-Portal

Bei der Betreuung der Versicherten wird die BVK Zusatzversorgung zukünftig verstärkt auf ihr Versicherten-Portal setzen – sowohl bei der Pflichtversicherung als auch bei der freiwilligen Versicherung (PlusPunktRente). Die Basisentwicklung des Portals, das im Internet direkt erreichbar ist, wurde bereits Ende 2020 abgeschlossen. Seit Februar diesen Jahres können sich Versicherte für die Nutzung des Portals anmelden. Das Portal ist als Informations- und Serviceplattform angelegt, die den Versicherten nicht nur einen aktuellen Überblick ihrer Altersvorsorge-Situation bietet, sondern zum Beispiel auch die Online-Erstellung eines maßgeschneiderten Angebots der PlusPunktRente ermöglicht. Zur Erläuterung des Portals wurde ein Kurzvideo produziert, das auf der Internetseite der BVK Zusatzversorgung und bei YouTube gestreamt werden kann. Die Funktionalitäten des Versicherten-Portals werden kontinuierlich erweitert.

Der Verwaltungsrat der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden ist am 29. Oktober 2020 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten, nachdem die vorhergehende Amtsperiode am 31. Dezember 2019 zu Ende gegangen war.

Aufgrund der angespannten Corona-Lage fand die Sitzung als Online-Konferenz statt. Zum Turnuswechsel gab es im Gremium zahlreiche personelle Veränderungen: Insgesamt schieden acht ordentliche Mitglieder und sieben stellvertretende Mitglieder aus, darunter auch die beiden bisherigen Vorsitzenden: Dr. Thomas Böhle, Kreisverwaltungsreferent der Landeshauptstadt München, und Rudolf Winter von ver.di Bayern.

Zu den beiden neuen im jährlichen Wechsel amtierenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats wurden gewählt: Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, der bereits seit 2008 ordentliches Verwaltungsratsmitglied ist, und Dr. Alexander Dietrich, Personalreferent der Landeshauptstadt München, der neu in das Gremium berufen wurde.

Die 32 Mitglieder des Verwaltungsrats, der paritätisch aus je 16 Vertretern der Arbeitgeber- und Versichertenseite besetzt ist, haben unter Leitung des neuen Vorsitzenden Norbert Flach den Jahresabschluss der BVK Zusatzversorgung zur Kenntnis genommen und stimmten dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 zu. Der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt.

Geschäftsentwicklung 2019

Das Geschäftsjahr 2019 ist für die BVK Zusatzversorgung erfolgreich verlaufen. In nahezu allen Feldern der Geschäftstätigkeit gab es positive Ergebnisse. Zum Jahresende 2019 waren 5.880 kommunale oder kirchlich-caritative Arbeitgeber Mitglied der BVK Zusatzversorgung. Damit ist die Mitgliederzahl im Jahresverlauf um 30 gestiegen, was sich wiederum auf die Versichertenzahl auswirkte. Sie erhöhte sich im letzten Jahr um 2,92 % auf insgesamt 1.504.531 Versicherte.

Die Zahl der Renten aus der Zusatzversorgung lag bei 303.998. Im Vergleich zum Jahresende 2018 waren das 10.334 Leistungsbezieher mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg betrug 3,52 %. Insgesamt wurden im Jahr 2019 Versicherungsleistungen in Höhe von über 1,23 Mrd. € ausbezahlt. Dem standen Umlage- und Beitragseinnahmen von rund 1,81 Mrd. € gegenüber.

Mit Beginn des Geschäftsjahres startete bei der freiwilligen Versicherung, der PlusPunktRente, der neue Tarif 2019 mit einem garantierten Rechnungszins von 0,9 %. Über alle Tarife hinweg betrachtet, lagen die Vertragszahlen der PlusPunktRente am 31. Dezember 2019 bei 44.524 aktiven Verträgen.

Kapitalanlagen und Finanzierung

Die Einnahmen übertrafen die Ausgaben demnach bei weitem. Die Finanzlage der BVK Zusatzversorgung ist somit grundsolide. Einen wichtigen Beitrag dafür leisteten auch die Erträge aus den Kapitalanlagen. Diese summierten sich im Jahr 2019 auf 829 Mio. €. Am 31. Dezember 2019 umfassten die Kapitalanlagen der BVK Zusatzversorgung insgesamt 24,16 Mrd. € (Ende 2018: 22,69 Mrd. €). Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen für das Jahr 2019, d. h. die Verzinsung unter Berücksichtigung sämtlicher Erträge und Aufwendungen, betrug 3,29 %.

Perspektive für die nähere Zukunft

Der vorliegende Geschäftsbericht für das Jahr 2019, den der Verwaltungsrat billigte, enthält wegen der Corona-Pandemie auch einen Nachtragsbericht (Stand Juli 2020) zur Entwicklung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2019. Darin wird darauf hingewiesen, dass aufgrund des durch die Corona-Pandemie verursachten Markteinbruchs im ersten Halbjahr 2020 das Risiko besteht, dass im Geschäftsjahr 2020 die kalkulierte Verzinsung aus den Kapitalerträgen nicht erreicht werden könnte.

Die Entwicklung seit der Jahresmitte 2020 lässt zwar eine spürbare Entspannung erkennen, dennoch startet die neue Amtszeit des Verwaltungsrats der BVK Zusatzversorgung in einer wirtschaftlich schwierigen Periode. Die Geschäftsführung und die Verantwortliche Aktuarin beobachten die Situation an den Kapitalmärkten weiterhin genau und werden vor allem den aus der Mitte des Verwaltungsrats neu gewählten Arbeitsausschuss fortlaufend einbinden.

Insbesondere die in der Pflichtversicherung gewählte Hybridfinanzierung aus Umlage- und Kapitaldeckungselementen schafft hier enorme Sicherheitsreserven auch in schwierigen Zeit und gewährleistet auch weiterhin Stabilität und Krisenfestigkeit des Gesamtsystems.

Wahlen für Arbeitsausschuss

Im Anschluss an die Sitzung des Verwaltungsrats konstituierte sich umgehend auch der Arbeitsausschuss für die neue Amtsperiode. Die acht Mitglieder des Arbeitsausschusses, dessen Aufgabe insbesondere die Entscheidung über Immobilienangelegenheiten ist, haben den vorläufigen Bericht über das Wirtschaftsjahr 2020 zur Kenntnis genommen und stimmten der Wirtschaftsplanung für das Geschäftsjahr 2021 zu.

Am 28. November 2019 kamen im Festsaal des Künstlerhauses am Lenbachplatz in München rund 200 geladene Gäste zusammen, um Reinhard Graf, dem langjährigen Leiter des Bereichs Kommunales Versorgungswesen und Mitglied des Vorstands der Bayerischen Versorgungskammer zum Ende seiner Dienstzeit Dank, Respekt und Anerkennung zu zollen und Stefan Müller als Nachfolger von Reinhard Graf in sein Amt einzuführen.

Eröffnet wurde der Festakt von Daniel Just, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Versorgungskammer: „Im Namen der Vorstände der Bayerischen Versorgungskammer danke ich Ihnen ganz herzlich für die 37 erfolgreichen Berufsjahre bei der BVK und Ihre hervorragenden beruflichen Leistungen“. Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann verabschiedete Reinhard Graf in den Ruhestand und führte Stefan Müller als Nachfolger in das Amt ein. „Reinhard Graf hat mehr als 37 Jahre mit großartigem Einsatz für die Bayerische Versorgungskammer gearbeitet“, betonte er. Der Innenminister dankte Graf für die langjährige Loyalität und Treue gegenüber der BVK: „Sie waren stets ein kompetenter Ansprechpartner für die kommunale Familie.“ Den neuen Vorstand Stefan Müller, der 2014 für rund zwei Jahre sein persönlicher Referent im Ministerbüro und stellvertretender Büroleiter war, bezeichnete Joachim Hermann als „echtes Kammergewächs“. Müller startete 1997 seine Karriere bei der BVK zunächst als Referent in der Apotheker-, Architekten-, Ingenieur- und Rechtsanwaltsversorgung, später war er unter anderem Leiter des Vorstandsreferats.

Die Grußworte für die Selbstverwaltungsgremien hielten Dr. Armin Augat, stv. Vorsitzender des Kammerrats bei der Bayerischen Versorgungskammer, Bernd Buckenhofer, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Bayerischen Versorgungsverbands und Norbert Flach, Mitglied des Verwaltungsrats der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden. Im Namen ihrer Gremien dankten alle Redner dem scheidenden Vorstandsmitglied für alles, was er in dieser Position geleistet hat. 

Diesen Dank gab Reinhard Graf in seiner Abschiedsrede in gleicher Weise zurück und nutzte seine Rede, um noch einmal auf die Vorteile des Verbunds der Bayerischen Versorgungskammer hinzuweisen: „Im Hause BVK fließen verschiedenste Kenntnisse zusammen. Das ergibt einen einzigartigen Erfahrungsschatz, mit dem man Versorgungssysteme steuern kann, die auch vor schweren Krisen gefeit sind, wie unsere Geschichte zeigt.“

Stefan Müller ließ es sich in seiner Rede nicht nehmen, seinem Amtsvorgänger herzlich zu danken und lenkte den Blick in die Zukunft: „Wichtig ist, dass wir das Ziel klar vor Augen haben. Ich werde an Deck sein und freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Wirksam zum 1. Januar 2020 als Nachfolger von Reinhard Graf und Vorstandsmitglied ist er künftig zuständig für die zwei kommunalen Altersversorgungseinrichtungen, den Bayerischen Versorgungsverband (BVK Beamtenversorgung) und die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (BVK Zusatzversorgung), sowie das Versorgungswerk des Bayerischen Landtags. 

Im Vorstand der Bayerischen Versorgungskammer verantwortet er gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Daniel Just und den Vorstandsmitgliedern Ulrich Böger, André Heimrich und Axel Uttenreuther den Geschäftserfolg für alle zwölf Versorgungseinrichtungen.

Den musikalischen Rahmen gab das Eddy Miller Quintett; unter den Gästen befanden sich u. a. Stephan Kersten, Präsident des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, Klaus Peter Franzl, Ordinariatsdirektor des Erzbischöflichen Ordinariats München, Michael Scheufele, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration sowie zahlreiche weitere Vertreter aus den Selbstverwaltungsgremien der Bayerischen Versorgungskammer, von den kommunalen Verbänden, den Tarifparteien auf Bundes- und Landesebene und den Verbänden der kommunalen sowie berufsständischen Versorgungseinrichtungen.

Die Bayerische Versorgungskammer hat den "institutional assets AWARD" vom Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Kategorie "ESG-Kriterien Umsetzung 2019" gewonnen. Am 19.09.2019 fand die Preisverleihung in der BMW-Welt in München statt.