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Berechnungsgrundlagen

Berechnung der Betriebsrente

Eine Formel mit mehreren Einflussfaktoren
Berechnung der Versorgungspunkte

Ihre Rentenanwartschaft und später auch Ihre Betriebsrente ergeben sich, indem alle Versorgungspunkte, die Sie während der Beschäftigung im öffentlichen oder kirchlich-caritativen Dienst erworben haben, mit dem Messbetrag von 4,00 € multipliziert werden.

Versorgungspunkte ergeben sich dabei in der Regel

  • für das zusatzversorgungspflichtige Entgelt,
  • für soziale Komponenten,
  • als Bonuspunkte.

Die Leistungsberechnung erfolgt nach einer Formel, bei der Ihr Jahres-Arbeitsentgelt und Ihr Alter im jeweiligen Versicherungsjahr berücksichtigt werden. Arbeitsentgelt ist Ihr zusatzversorgungspflichtiger Arbeitslohn. Der Wert für das Lebensalter ergibt sich - unabhängig davon, in welchem Monat Ihr Geburtstag genau liegt, - aus der Differenz des betrachteten Jahres abzüglich Ihres Geburtsjahres. Hier finden Sie die 

Versorgungspunkte

Startgutschrift

Berücksichtigung von Versicherungszeiten vor dem 01.01.2002

Wenn Ihre Versicherung in der Zusatzversorgung bereits vor dem 01.01.2002 bestand, haben Sie eine sogenannte Startgutschrift erhalten. Dazu wurden Ihre bis zum 31.12.2001 erreichten Anwartschaften auf Rente im Rahmen von Übergangsregelungen in Versorgungspunkte umgerechnet und Ihrem Versicherungskonto gutgeschrieben. Mit diesen Versorgungspunkten sind Sie dann in das neue Versorgungssystem ab dem Jahr 2002 gestartet. 

Erste Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu den rentenfernen Startgutschriften

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem Urteil vom 14.11.2007 die Umstellung vom Gesamtversorgungssystem auf das Versorgungspunktemodell grundsätzlich gebilligt, aber Satzungsregelungen für die Berechnung der rentenfernen Startgutschriften für unwirksam erklärt.

Infolge der Rechtsprechung des BGH haben sich die Tarifvertragsparteien mit Änderungstarifvertag vom 30. Mai 2011 auf eine Neuregelung der Startgutschriften geeinigt. Der bisherigen Berechnung der Startgutschrift wird vorab eine zweite (neue) Berechnung gegenüber gestellt, die sich nach § 2 BetrAVG richtet. Ergab die Vergleichsberechnung eine um mindestens 7,5 Prozentpunkte höhere Differenz gegenüber der bisherigen Startgutschrift, wird ein Zuschlag in entsprechender Höhe zur bisherigen Startgutschrift ermittelt.

 

Zweite Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu den rentenfernen Startgutschriften

Am 09.03.2016 hat der BGH erneut über die rentenfernen Startgutschriften entschieden. Danach vermeidet die Neuregelung zwar die in der Entscheidung vom 14.11.2007 beanstandeten Systembrüche, sie führt jedoch zu neuen Ungleichbehandlungen, da aufgrund des Kürzungsfaktors von 7,5 erneut bestimmte Versicherte von vornherein von einem Zuschlag ausgeschlossen werden.

Die Tarifvertragsparteien haben sich am 08.06.2017 darauf geeinigt, dass der einheitliche Anteil von 2,25% pro Jahr der Pflichtversicherung aus der ursprünglichen Berechnung der Startgutschrift nach § 18 BetrAVG, abhängig vom Beginn der erstmaligen Pflichtversicherung, so festgesetzt wird, dass der Versicherte bis zum 65. Lebensjahr 100% der Voll-Leistung erreichen kann. Der Faktor beträgt mindestens 2,25% und höchstens 2,5%.

Die Vergleichsstartgutschrift aus der Neuregelung vom 30.11.2011 bleibt unverändert. Die Versicherten bekommen die höchste Startgutschrift aus den drei Berechnungen. Versicherte, die zwischenzeitlich in Rente gegangen sind, bekommen die Erhöhung rückwirkend ab Rentenbeginn (ohne Zinsen) ausgezahlt.

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