Versicherungsnachweis

FAQ's Versicherungsnachweis

Jährlich im Oktober erhalten alle Beschäftigten,  die bei der BVK Zusatzversorgung pflichtversichert sind, von uns einen Versicherungsnachweis, der Ihnen die wichtigsten Informationen zu Ihrer Betriebsrente liefert.

Der Versicherungsnachweis enthält die von Ihrem Arbeitgeber für das vorhergehende Jahr gemeldeten Daten (z. B. Entgelt) und informiert Sie über die in der Zusatzversorgung erworbene monatliche Anwartschaft auf Betriebsrente bis zum 31.12. des zuletzt abgerechneten Jahres. Dabei wird angenommen, dass Sie eine Regelaltersrente ohne Abschlag erhalten würden.

Sollten Ihre Daten für das vergangene Jahr nicht mit jenen, die im Versicherungsnachweis aufgeführt werden, übereinstimmen, dann können Sie dies innerhalb von sechs Monaten nach Zugang des Versicherungsnachweises schriftlich gegenüber Ihrem Arbeitgeber beanstanden. Eine Beanstandung für frühere Jahre ist nicht mehr möglich, weil diese Jahre in dem Versicherungsnachweis der letzten Jahre jeweils erstmals enthalten waren und die dafür maßgebliche Frist abgelaufen ist.

Hier sind die häufigsten

Fragen zum Versicherungsnachweis

Seit dem Jahr 2005 ersetzt der Versicherungsnachweis (früher: Renteninformation) die Bescheinigung zur Jahresmeldung, die Ihnen Ihr Arbeitgeber jährlich ausgehändigt hat. Der Versicherungsnachweis wird meist im Oktober eines jeden Jahres an Sie versandt.

Jeder/jede Versicherte, der/die im letzten Kalenderjahr pflichtversichert war, erhält einen Versicherungsnachweis. Rentner und Rentnerinnen erhalten den letzten Versicherungsnachweis zusammen mit der Rentenfestsetzung.

Sofern Sie zudem eine PlusPunktRente (freiwillige Versicherung) bei uns abgeschlossen haben, erhalten Sie auch hierzu einen Nachweis.

Bei einer bestehenden PlusPunktRente mit Riester-Förderung erhalten Sie zusammen mit dem Versicherungsnachweis auch die Mitteilung nach § 92 EStG. Aus dieser Mitteilung können Sie Ihre im Vorjahr erhaltenen (Riester-) Zulagen ersehen.

Der Versicherungsnachweis enthält neben der Rentenanwartschaft zum 31.12.2001 (Startgutschrift) die Versicherungsdaten (Versicherungsmerkmal und Entgelt), die von Ihrem Arbeitgeber für die Kalenderjahre ab 2002 an die Zusatzversorgungskasse gemeldet worden sind.

Als Beitrags- bzw. Umlagemonate zählen nur Monate, in denen der Versicherte ein zusatzversorgungspflichtiges Entgelt vom Arbeitgeber erhalten hat und damit auch Beiträge/Umlagen an die Zusatzversorgungskasse gezahlt wurden. Mutterschutzzeiten seit 2012 zählen als Beitragsmonate/Umlagemonate. Auf Antrag können ggf. auch Mutterschutzzeiten vor 2012 als Beitragsmonate/Umlagemonate berücksichtigt werden (siehe: Wie werden Mutterschutzzeiten berücksichtigt?).

Folgende Versicherungszeiten werden nicht als Beitragsmonate/Umlagemonate gezählt: Krankheitszeiten nach Ablauf der Krankenbezüge des Arbeitgebers und Zeiten eines unbezahlten Sonderurlaubs bzw. einer unbezahlten Freistellung , wenn diese Zeiten mindestens einen vollen Kalendermonat umfassen.

Mit dem Versicherungsmerkmal (VM) wird die jeweilige Situation im Arbeitsverhältnis beschrieben.
Beispiel:
Versicherungsmerkmal 10 = Beschäftigung mit Entgelt
Versicherungsmerkmal 40 = Zeit ohne Entgelt (z. B. Krankheit, Beurlaubung)
Mit der Änderung der jeweiligen Situation beginnt ein neuer Versicherungsabschnitt.
 

Im Versicherungsnachweis ist das zusatzversorgungspflichtige Entgelt ausgewiesen. Dies ist im Wesentlichen der steuerpflichtige Arbeitslohn, wobei jedoch bestimmte Entgelte (z. B. Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen, besondere Zulagen) ausgenommen sind. Daher entspricht das auf der Gehaltsbescheinigung und auf der Lohnsteuerkarte angegebene Entgelt nicht dem gemeldeten Entgelt. Bei Zweifelsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arbeitgeber.

Aus den gesamten Versicherungszeiten vor 2002 wurde für Sie eine sog. Startgutschrift (Rentenanwartschaft zum Stichtag 31.12.2001) berechnet und Ihnen in der Regel im Laufe der Jahre 2003 oder 2004 mitgeteilt. Der aktuelle Versicherungsnachweis enthält daher nur das Ergebnis dieser Berechnung. Dies ist der Wert der Startgutschrift in Versorgungspunkten und in Euro.

Ihre Rentenanwartschaft aus den Versicherungszeiten vor 2002 wird als Startgutschrift bezeichnet. Nähere Informationen dazu finden Sie auch im Menüpunkt

Aufgrund des BGH-Urteils von 2016 und des daraus folgenden Tarifbeschlusses vom 08.06.2017 haben wir die Startgutschriften für sog. "rentenferne Jahrgänge" neu berechnet.

Der jetzige Stand gibt die geltende Rechtslage wider.

Zeiten des Mutterschutzes sind Beschäftigungszeiten gleichgestellt. Sie gelten als vollwertige Versicherungszeiten (Beitrags-/Umlagemonate) und werden bei der Berechnung der Rentenhöhe so behandelt, als hätte die Mutter während dieser Zeit im gleichen Umfang gearbeitet wie vor dem Mutterschutz.

Mutterschutzzeiten ab dem 01.01.2012 werden uns von Ihrem Arbeitgeber gemeldet und sind im Versicherungsnachweis mit dem Versicherungsmerkmal 27 (= Mutterschutzzeit) ausgewiesen.

Sollen bei Ihnen auch Mutterschutzzeiten vor dem 01.01.2012 berücksichtigt werden, müssen Sie die Einbeziehung dieser Zeiten schriftlich bei uns beantragen. Welche Zeiten eines Mutterschutzes vor 2012 Sie wie geltend machen können, haben wir in einem Informationsblatt zusammengefasst:

Das Antragsformular, mit dem Sie die Anerkennung der Mutterschutzzeiten vor 2012 beantragen können, finden Sie hier:

 

Die Versorgungspunkte werden jeweils für einen Abschnitt berechnet. Die Anzahl der Versorgungspunkte ab dem Jahr 2002 ergibt sich, wenn das zusatzversorgungspflichtige Jahresentgelt durch das jährliche Referenzentgelt von 12.000 € geteilt und mit dem Altersfaktor multipliziert wird.

Versorgungspunkte ergeben sich auch für die Elternzeit. Hier werden pro vollem Kalendermonat 500 € als Entgelt angenommen und in Versorgungspunkte umgerechnet. Zusammen mit den in der Startgutschrift festgestellten Versorgungspunkten ergibt sich der Stand der monatlichen Anwartschaft zum jeweilgen Jahresende.

Der Altersfaktor ist eine Rechengröße, die das Lebensalter beim Erwerb der Versorgungspunkte und die zugesagte Verzinsung berücksichtigt. Damit wird unter anderem auch der vom Lebensalter abhängigen Länge der Ansparphase der eingezahlten Beiträge Rechnung getragen. Je jünger der Pflichtversicherte ist, desto höher ist der Altersfaktor. Das jeweils für den Altersfaktor maßgebende Alter ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem jeweiligen Kalenderjahr und dem Geburtsjahr.

Der Versicherungsnachweis der Zusatzversorgungskasse hat die Funktion, über die Anwartschaft auf Betriebsrente wegen Bezugs einer Regelaltersrente zu informieren. Die Regelaltersrente beginnt abhängig vom Geburtsjahr des Versicherten zwischen dem 65. und dem 67. Lebensjahr. Aus dem Versicherungsnachweis können Sie insbesondere auch erkennen, welche monatliche Rentenanwartschaft Sie jeweils aus der Beschäftigung in den Kalenderjahren seit 2002 erreicht haben.

Eine Hochrechnung der erwartbaren Rentenleistung basiert immer auf Annahmen, die sich meist aus dem bisherigen Versicherungsverlauf ergeben. Die tatsächliche Entwicklung, kann sich aber erheblich von diesen Annahmen unterscheiden. Deshalb verzichten wir auf die Angabe einer Hochrechnung im Versicherungsnachweis.

Sie können aber mit unserem

Der Rechner ersetzt jedoch keine persönliche Beratung. Die Berechnungen geben nur einen ungefähren Anhaltspunkt über die jeweilige Versorgungssituation und sind natürlich unverbindlich.