Rentner

FAQ's Rentner

Mit Beginn Ihrer Rente von der gesetzlichen Rentenversicherung beantragen Sie bitte auch Ihre Betriebsrente. Diese beginnt dann zu demselben Zeitpunkt wie Ihre gesetzliche Rente. 

Wenn Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, müssen Sie zu dem von Ihnen gewünschten Rentenbeginn einen Antrag auf Betriebsrente bei uns stellen.

Die Rente aus der Zusatzversorgung ist grundsätzlich steuerpflichtig. Dabei unterliegen in aller Regel Teile der Rente nur der Ertragsanteilsversteuerung. Sie erhalten einmal jährlich von uns eine Mitteilung darüber, wie sich Ihre Rentenleistung steuerrechtlich aufteilt. Diese Mitteilung müssen Sie an Ihr Finanzamt weiterleiten. Ob tatsächlich aus der Rentenleistung Steuern zu zahlen sind, hängt u.a. von Ihren Gesamteinkünften und Ihrer Steuerklasse ab. Eine Steuermitteilung erhalten Sie von uns automatisch im Folgejahr.

Aus Ihrer Rente müssen wir Beiträge und Zusatzbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner abführen, wenn sie gesetzlich krankenversichert sind. Die entsprechenden Abzugsbeträge finden Sie ebenfalls auf Ihrem Kontoauszug zum 1. Juli eines Jahres. Sind Sie privat versichert, müssen Sie selbst die Beiträge zur Kranken und Pflegeversicherung an Ihre Versicherung abführen.

Auf den Rentenbezug und die Versteuerung beziehen sich erfahrungsgemäß die meisten Fragen, die uns erreichen.

Fragen zum Rentenbezug

Die Betriebsrente kann sich grundsätzlich durch einen gleichzeitigen Hinzuverdienst vermindern.

Die Zusatzversorgung unternimmt bei Betriebsrenten mit Beginn ab 02.01.2002 keine eigenständige Prüfung, sondern richtet sich nach den Feststellungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Verfahrensweise trifft vor allem bei teilweisen und vollen Erwerbsminderungsrenten sowie Hinterbliebenenrenten zu. Anfragen, ob ein Hinzuverdienst unschädlich ist, sollten Sie daher an Ihren Träger der gesetzlichen Rentenversicherung richten. Sofern die gesetzliche Rentenversicherung Ihre Rente wegen Hinzuverdienst neu berechnet, müssen Sie uns eine Kopie des entsprechenden Bescheides vorlegen.

Ein Bezug von Krankengeld über den Rentenbeginn hinaus führt in der Zusatzversorgung dagegen in vielen Fällen zum Ruhen der Betriebsrente.

Sollte Ihre Betriebsrente vor dem 01.01.2002 begonnen haben, so wird die Prüfung des Hinzuverdienstes von uns vorgenommen. Anfragen bitten wir daher direkt an unser

Sind Sie nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, müssen Sie uns jede Änderung Ihres Hinzuverdienstes direkt mitteilen. Darunter fallen z. B. Arbeitsentgelt, Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit sowie sämtliche Leistungsbezüge (z. B. Krankengeld, Renten etc.).

Die Betriebsrente wird von unserer Kasse automatisch jährlich zum 1. Juli um ein Prozent erhöht. Die Rentenanpassung erfolgt unabhängig von Ihrer gesetzlichen Rente.

Sollten sich bei Ihnen Änderungen in Ihren persönlichen Daten (z. B. Anschrift oder Bankverbindung) ergeben, so teilen Sie uns diese bitte umgehend mit. Ebenso müssen Sie uns Veränderungen Ihrer gesetzlichen Rente mitteilen (z. B. Rentenumwandlungen, Rentenneufeststellungen wegen Hinzuverdienst). Da unsere Rentenleistungen auf den Feststellungen der gesetzlichen Rentenversicherung beruhen, sind wir darauf angewiesen, von Ihnen schnellstmöglich über etwaige Änderungen informiert zu werden. So können evtl. Missverständnisse und Überzahlungen vermieden werden.

Die Höhe der Betriebsrente für Hinterbliebene bemisst sich nach der Höhe der Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese beträgt 25 % bei kleiner Witwen/rrente und 55 % bzw. 60 % bei großer Witwen/rrente sowie 10 % bei Halbwaisen bzw. 20 % bei Vollwaisen.

Eine Waisenrente wird nur für leibliche und angenommene Kinder gezahlt. Stief- und Pflegekinder haben keinen Anspruch auf Waisenrente.

Der prozentuale Anteil der Witwen/rrente ist abhängig davon, ob Sie unter das neue (55 %) oder alte (60 %) Hinterbliebenenrecht fallen. Unter das neue Recht fallen Sie, wenn Ihre Heirat nach dem 31.12.2001 erfolgt ist bzw. Ihre Heirat vor dem 01.01.2002 stattgefunden hat, aber beide Ehepartner nach dem 01.01.1962 geboren sind.

Jede Zusatzversorgungskasse muss aufgrund gesetzlicher Bestimmungen von den Betriebsrenten, die sie auszahlt, grundsätzlich Beiträge und Zusatzbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung einbehalten und an die jeweiligen Krankenkassen abführen.

Seit dem 01.01.2020 gibt es für die Beitragszahlung an die Krankenkassen aber einen Freibetrag von monatlich einem Zwanzigstel der allgemeinen Bezugsgröße der Sozialversicherung (in 2020: 159,25 €) Das heißt: Erst ab dieser Rentenhöhe werden Krankenkassenbeiträge auf die Betriebsrente fällig. Liegt die Brutto-Betriebsrente unter diesem Schwellenwert, der sich Jahr für Jahr leicht erhöht, werden keine Krankenkassenbeiträge fällig. Liegt die Brutto-Betriebsrente darüber, dann greift der Freibetrag. Krankenkassenbeiträge müssen nur für den Teil der Betriebsrente gezahlt werden, der nach Abzug des Freibetrags übrig bleibt. 

Grundsätzlich bemessen sich die Beiträge und Zusatzbeiräge zur gesetzlichen Krankenversicherung aus Ihrer Betriebsrente nach dem vollen allgemeinen Beitragssatz Ihrer Krankenkasse und müssen von Ihnen alleine getragen werden.

Wir werden die neue Freibetrags-Regelung so schnell wie möglich in der Praxis umzusetzen. Zur Umsetzung der Neuregelung müssen aber zunächst die Krankenkassen das Meldeverfahren ändern; anschließend müssen die technischen Verfahren bei den Krankenkassen und bei uns angepasst werden. Nach erfolgter Umsetzung werden wir von uns aus den Einbehalt der Krankenversicherungsbeiträge rückwirkend zum 01.01.2020 überprüfen und ggf. zu viel einbehaltene Beiträge an unsere Rentner nachzahlen.

Die Freibetragsregelung gilt nicht für die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung.

Bei der Pflegeversicherung gibt es einen einheitlichen Beitragssatz von 3,05 %. Kinderlose Versicherte der Pflegeversicherung müssen zusätzlich einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozentpunkten entrichten, sofern sie nicht vor dem 01.01.1940 geboren sind. 

Einen Zuschuss zur freiwilligen oder privaten Krankenversicherung sieht unsere Satzung nicht vor.

 

In den Jahren 2003 bis 2013 hat die BVK Zusatzversorgung die Finanzierung ihrer Betriebsrenten auf ein überwiegend kapitalgedecktes System umgestellt.

Um diese Umstellung zu finanzieren, mussten die davon betroffenen Mitglieder der BVK Zusatzversorgung für rund zehn Jahre Jahre relativ hohe Beitragslasten tragen. Das war und ist für manche Arbeitgeber durchaus problematisch.

Daher kann ein Arbeitgeber, der sich in einer wirtschaftlichen Notlage befindet, für eine Dauer von zunächst drei Jahren die Leistungszusage absenken - und muss dann weniger in die Zusatzversorgung einzahlen. Das ist jedoch ein sehr seltener Sonderfall.

Mehr Informationen dazu, z. B. wie sich diese Absenkung auf Ihre Betriebsrente auswirkt, finden Sie in unserem 

Fragen zur Versteuerung

Auch als Rentner unterliegen Sie grundsätzlich der Steuererklärungspflicht. 

Die Steuererklärung kann nur unter bestimmten Voraussetzungen, die vom Finanzamt geprüft werden, entfallen.

Außerdem sind alle Rentenzahlstellen - dazu zählen auch  die Zusatzversorgungskassen - verpflichtet, die Rentenleistungen jährlich an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu melden. Von dort werden die Daten an die Finanzbehörden der Länder weitergegeben (Rentenbezugsmitteilungsverfahren).

Diese Meldung durch die Rentenzahlstellen entbindet Sie jedoch nicht von der Angabe dieser Daten in Anlage R Ihrer Einkommensteuererklärung, sofern Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind.

Die im Alterseinkünftegesetz vorgesehene Öffnungsklausel findet auf Betriebsrenten keine Anwendung. Eine Bescheinigung entsprechend der Zeile 11 der Anlage R der Steuererklärung kann daher für Ihre Betriebsrente aus der Zusatzversorgung nicht ausgestellt werden.

Bitte beachten Sie, dass verbindliche Auskünfte über das Steuerrecht nur Ihr Finanzamt erteilen darf.

Alle Zusatzversorgungskassen sind verpflichtet, die bescheinigten Leistungen gemäß § 22a EStG der zentralen Stelle (§ 81 EStG) zur Übermittlung an die Landesfinanzbehörden mitzuteilen (Rentenbezugsmitteilungsverfahren).

 

Als Rentenzahlstelle nach § 22 Nr. 5 Satz 7 EStG sind wir zudem verpflichtet, allen unseren Rentnern eine sog. Steuermitteilung, aufgegliedert auf die entsprechend zu versteuernden Betriebsrentenanteile, zu schicken.

Die Steuermitteilung für das abgelaufene Rentenbezugsjahr wird im ersten Quartal eines jeden Jahres - meistens im März - an Sie verschickt.

Sofern Sie keine Steuermitteilung von uns erhalten haben (z. B. weil uns Ihre aktuelle Adresse nicht bekannt war) senden wir Ihnen gerne nochmals eine Bescheinigung über Ihre Betriebsrente aus der Zusatzversorgung zu. Wenden Sie sich hierfür bitte an unser

Die Nachzahlung der rückwirkend gewährten Betriebsrente ist dem Versicherten im laufenden Jahr zugeflossen. Es müssen die steuerrechtlich in einem Kalenderjahr zugeflossenen Betriebsrentenbezüge mitgeteilt werden. Da dem Rentner im Vorjahr keine Betriebsrente zugeflossen ist, war für das Vorjahr auch nichts zu bescheinigen.

Rentenbeginn bis 01.01.2003:

Die Betriebsrente ist ausschließlich mit dem sogenannten Ertragsanteil zu versteuern, da die Betriebsrente nur aus Umlagen finanziert wurde, die bei der Einzahlung durch den Arbeitgeber pauschal versteuert oder durch den Arbeitnehmer im Wege der Gehaltsabrechnung individuell versteuert wurden.

Rentenbeginn ab 01.02.2003:

Zum Renteneintritt ist die Betriebsrente aus der Pflichtversicherung in zwei Teile aufzuteilen. Der durch Umlagen finanzierte Teil der Betriebsrente muss mit dem sogenannten Ertragsanteil versteuert werden, da die Umlagen bereits bei der Einzahlung durch den Arbeitgeber pauschal versteuert oder durch den Arbeitnehmer mit der monatlichen Gehaltsabrechnung individuell versteuert wurden. Die Rententeile, die auf steuerfrei eingezahlten Zusatzbeiträgen beruhen, müssen voll versteuert werden. Sofern ab 01.01.2003 keine Pflichtversicherung bestanden hat, ist die gesamte Betriebsrente nur mit dem Ertragsanteil zu versteuern.

Hinsichtlich der Versteuerung mit dem Ertragsanteil unterscheidet man zwischen "lebenslänglichen Leibrenten" und "abgekürzten Leibrenten". Für die Rentenarten bei der Zusatzversorgung gilt:

Lebenslängliche Leibrenten (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb EStG) sind:

  • Altersrenten,
  • Große Witwenrenten.

Abgekürzte Leibrenten (§ 55 Abs. 2 EStDV) sind:

  • Erwerbsminderungsrenten (volle und teilweise, befristet und auf Dauer; bis 12/2000 auch Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrenten),
  • Kleine Witwenrenten,
  • Waisenrenten.

Der anzuwendende Prozentsatz des Ertragsanteils für lebenslängliche Leibrenten unterscheidet sich hierbei vom anzuwendenden Prozentsatz des Ertragsanteils für abgekürzte Leibrenten.

Genauere Angaben erteilt Ihnen hierzu Ihr Finanzamt.

Auch die Leistungen der PlusPunkRente unterliegen der Steuerpflicht. Es muss jedoch nach den verschiedenen Vertragsarten der Pluspunktrente unterschieden werden.

Sofern die Rentenleistung auf steuerfrei eingezahlten Beiträgen (Entgeltumwandlung, Arbeitgeber-Höherversicherung) oder auf staatlich geförderten Beiträgen (Riester-Förderung) beruht, ist die Rentenleistung voll zu versteuern.

Sind Beiträge jedoch pauschal über den Arbeitgeber versteuert oder individuell im Rahmen der Gehaltsabrechnung versteuert eingezahlt worden, so muss die daraus entstehende Rentenleistung mit dem Ertragsanteil versteuert werden 

Ist ein Teil oder die ganze Betriebsrente abgetreten oder gepfändet oder wird ein Teil der Betriebsrente an einen Dritten gezahlt, muss die Steuerlast der Betriebsrente dennoch von dem ursprünglichen Empfänger der Zahlung getragen werden.