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05.02.2020

Krankenkassenfreibetrag für Betriebsrenten

Seit dem 01.01.2020 ist das „Gesetz zur Einführung eines Freibetrags in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge“ in Kraft. Dadurch werden Betriebsrentner bei den Krankenversicherungsbeiträgen spürbar entlastet.

Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob die Betriebsrente aus der Pflichtversicherung oder aus einer freiwilligen Versicherung (PlusPunktRente) herrührt.

Der Freibetrag gilt für Rentner, die eine Betriebsrente beziehen und die Mitglied in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind. Wenn man eine monatliche Betriebsrente von brutto mehr als 159,25 € erhält, ist eine deutliche Erhöhung der Netto-Rentenauszahlung zu erwarten. Für Betriebsrenten ist nun in der gesetzlichen Krankenversicherung ein Freibetrag von monatlich einem Zwanzigstel der allgemeinen Bezugsgröße der Sozialversicherung (in 2020: 159,25 €) vorgesehen. Das heißt: Erst ab dieser Schwelle werden Krankenkassenbeiträge auf die Betriebsrente fällig.

Liegt die Brutto-Betriebsrente unter dem Schwellenwert, der sich Jahr für Jahr leicht erhöht, werden (wie bisher schon) gar keine Krankenkassenbeiträge fällig. Liegt die Brutto-Betriebsrente darüber, dann greift der Freibetrag.

Praktische Umsetzung

Als Betriebsrentenkasse sind wir verpflichtet, die Krankenversicherungsbeiträge korrekt abzuführen. Dazu müssen zunächst die Krankenkassen das Meldeverfahren ändern. Die Umsetzung dieser Änderung wird bei den Krankenkassen und den Versorgungswerken noch einige Zeit in Anspruch nehmen und kann aufgrund der vielen Beteiligten und der technischen Komplexität voraussichtlich erst Anfang 2021 erfolgen.

Pflegeversicherung

Beim Beitragsabzug zur Pflegeversicherung ändert sich nichts. Hier gilt weiterhin die Freigrenze von einem Zwanzigstel der allgemeinen Bezugsgröße der Sozialversicherung. Es sind auch künftig aus der kompletten Betriebsrente die Beiträge für die Pflegeversicherung (3,05 % bzw. 3,30 % für Kinderlose) zu entrichten, wenn die Betriebsrente über dem Schwellenwert liegt.