Mitgliedschaft

Erwerb der Mitgliedschaft

Abrechnungsverbände

Unterschiedliche Finanzierungen - gleiche Leistungen

Die Abrechnungsverbände der BVK Zusatzversorgung sind Mitgliedergruppen, zu denen die einzelnen Mitglieder hauptsächlich aufgrund ihres Eintrittsdatums zugeordnet wurden und werden.

Ein Wechsel vom Abrechnungsverband I in den Abrechnungsverband II, der für den Arbeitgeber günstiger ist, ist möglich. Das Mitglied muss dazu allerdings einen sog. „Ausgleichsbeitrag“ leisten.

Die Abrechnungsverbände unterscheiden sich lediglich in der Art der Finanzierung. Die entstehenden Rentenanwartschaften sind dagegen gleich hoch - unabhängig davon, in welchem Abrechnungsverband die Versicherung erfolgt. Für die Leistungen kommt es nicht auf die Art und Höhe der Finanzierung an, sondern auf das Entgelt und das Alter des Versicherten.

Arbeitgeber, deren Mitgliedschaft bereits vor dem die am 31.12.2003 begründet wurde, sind dem Abrechnungsverband I (AV I) zugeordnet.

Aufgrund historischer Altlasten ist die finanzielle Belastung der AV I-Mitglieder höher. Sie müssen pro zusatzversorgungspflichtigem Mitarbeiter insgesamt 7,75 % von dessen zusatzversorgungspflichtigem Entgelt abführen.

Arbeitgeber, die ab dem 01.01.2004 eine Mitgliedschaft in der Zusatzversorgung zu ersten Mal erworben haben, und die nicht aus einem Mitglied im Abrechnungsverband I hervorgegangen sind, können bei der BVK Zusatzversorgung Mitglieder in deren Abrechnungsverband II (AV II) werden.

Die AV II-Mitglieder müssen pro zusatzversorgungspflichtigem Mitarbeiter einen Pflichtbeitrag in Höhe von 4,8 % von dessen zusatzversorgungspflichtigem Entgelt abführen.

Arbeitgeber aus den Bereichen Krankenhaus, Pflege, Behinderten- und Jugendhilfe, die grundsätzlich Mitglied im Abrechnungsverband I sind, können seit dem 01.01.2009 neu eingestellte Beschäftigte im Abrechnungsverband II versichern.

Ein eigener kapitalgedeckter Abrechungsverband III besteht für die PlusPunktRente, mit der Beschäftigte und Mitglieder für ihre Beschäftigten eine zusätzliche Altersvorsorge finanzieren können.

Die Versicherung im Rahmen der PlusPunktRente unterscheidet sich von der Betriebsrente im Wesentlichen dadurch, dass hier die Höhe der eingezahlten Beiträge die Höhe der späteren Rentenleistungen bestimmt.

Finanzierung der Pflichtversicherung

Umlage, Beitrag und Zusatzbeitrag

Um die für die Leistungen notwendigen Finanzmittel aufzubringen, wendet die BVK Zusatzversorgung ein gemischtes Finanzierungsverfahren an, in dem die beiden klassischen Finanzierungsmethoden für Altersvorsorgesysteme eine Rolle spielen: das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren.

Für die genaue Ausgestaltung des Finanzierungsverfahren beim jeweiligen Mitglied ist ausschlaggebend, in welchem Abrechnungsverband die Mitgliedschaft besteht.

  • Im Abrechnungsverband I muss das Mitglied einen „Zusatzbeitrag“ von 4 % vom zusatzverorgungspflichtigen Entgelt seiner Mitarbeiter leisten. Der „Zusatzbeitrag“ hat seinen Namen daher, weil er „zusätzlich“ zur „Umlage“ erhoben wird. Der Großteil der Einnahmen aus dem Zusatzbeitrag im AV I wird am Kapitalmarkt angelegt und dient damit zur Finanzierung von zukünftigen Leistungsansprüchen. 
    Die „Umlage“ wird nur im Abrechnungsverband I erhoben. Sie dient zur Finanzierung der laufenden Rentenleistungen sowie zur Ausfinanzierung von Anwartschaften, die bereits vor dem 01.01.2002 begründet wurden. Die Umlage beträgt 3,75 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts.
  • Im Abrechnungsverband II werden die Anwartschaften vollständig kapitalgedeckt finanziert. Das Mitglied muss dazu einen „Beitrag“ in Höhe von 4,8 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts für den jeweiligen Arbeitnehmer abführen. Der Beitrag heißt nur „Beitrag“, weil es im AV II keine zusätzliche Umlage gibt.